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Die Saugspannung, physikalisch eine mechanische Spannung im Porenwasser, resultiert aus der Kapillarität des Korngerüsts im Boden, und der Oberflächenspannung des benetzenden Fluids. Mikroskopisch lässt sich die Bodenwasserspannung als eine Diskontinuität des Phasendruckes an der Phasengrenze zwischen der benetzenden und der nicht benetzenden Phase herleiten. Dementsprechend steigt in einer Bodensäule, die im druckfreien (Grund-)Wasser steht und nicht beregnet wird, das Wasser umso höher, je mehr feine, zusammenhängende Poren im Korngerüst vorliegen, die das Wasser gegen die Gravitation durch Kapillarität aufsteigen lassen. (Regen-)Wasser hingegen aus gröberen Poren wird in das tiefer stehende freie (Grund-)Wasser abfließen. Je kleiner die bei einer Entwässerung noch benetzten Porenradien im Korngerüst sind, desto höhere Saugspannungen liegen im Boden vor.

Nach dem Gesetz von Hagen-Poiseuille nimmt ein laminarer Durchfluss durch ein Rohr mit der vierten Potenz des Radius des Rohres ab; daher nimmt mit steigender Saugspannung im Boden nicht nur der Wassergehalt, sondern auch die Wasserleitfähigkeit (diese sogar drastisch) ab.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bodenwasserspannung