Gesprächspartner

Hier sind die bisher interviewten Zeitzeugen mit den Hauptgesprächsinhalten aufgeführt.

Wenn Sie auf die unterstrichenen Namen klicken, werden Sie zu dem entsprechenden Film weitergeleitet.

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Zeitzeugen Interview / Fehnmuseum Eiland

Hier dann auf - Videos - . Hier sind dann alle Zeitzeugenfilme des Museums mit einem Kurztext und einem Bild aufgeführt und auch aktivierbar.

 

Nu geiht los.

 

 

Leider nur bedingt.

Ich habe ein Problem: Die Eintragungen bis Nr. 30 habe ich irgenwie und natürlich versehentlich gelöscht.

Ich arbeite an der Wiederherstellung.

Falls Sie den gewünschten Gesprächspartner nicht in der Aufstellung ab Nr. 31

finden, klicken Sie bitte hier, und Sie werden auf unserem YouTube - kanal geleitet.

Hier können Sie dann Ihren Wunsch- Gesprächspartner und Heyo direkt finden.

Notfalls können Sie mich auch gerne anrufen.

 

  1. Hermann Aden / 26835 Hesel
    Missionar in Südostafrika und danach Pastor in Backemoor und Kindheitserinnerungen

    der letzten Kriegsjahre im Ruhrgebiet und Ostfriesland.

  2. Johann Brunken / 26629 Westgroßefehn
    Handwerker in Westgroßefehn - Aufbau einer Schlosser- und Landmaschinenwerkstatt.
    Lohnunternehmer in der Landwirtschaft  (Walzen und Getreidedrusch).

  3. Karl Buschmann / 26629 Timmel
    Schmiedemeister - Jugend- und Kriegserlebnisse in Timmel, Ausbildung zum Schmied und Tätigkeit als LKW Fahrer in den 50er Jahren.

  4. Herold Diekhoff / 26629 Timmel
    Sein Ausbildungsbetriebe waren die Schlosser- und Tischlerwerkstatt der Sägemühle
    auf dem Eiland - jetziges Fehnmuseum. Bericht auch von dem 1,18 m großen Sägemeister "Lüttje Sooke"

  5. Heinrich Doyen / 26639 Wiesmoor
    Mitbegründer der Fa. Bohlen & Doyen - Entwicklung von der Binnenschifffahrt zum international tätigen Tiefbauunternehmen.

  6. Heinrich Jürgen Eden / 26629 Mittegroßefehn
    Stellmachermeister und Hersteller von Bosselkugeln sowie Mörser für den afrikanischen
    Markt.  Weiterer Gesprächspartner war der Afrikaner Abdu Wedrago.

  7. Wilhelm und Angela Egenhoff / 26340 Ruttel bei Neuenburg.

 

 

 

31. Karl Weber / 26629 Großefehn     
      geboren in Südermoor, aufgewachsen in Bagband, hat schon als Schüler mit seinem
      Vater oder Opa schwere Milchkannen zur Molkerei transportiert. In der Landwirtschaft
      verdiente er seinen ersten Lohn. Später wurde er Heizer auf diversen Binnenschiffen und
      LKW-Fahrer beim Baustoffhandel. Er berichtet von Kriegserlebnissen, Tieffliegern und
      abgestürzten Flugzeugen. Sein Hobbys waren die Kaninchenjagd mit Frettchen und die
      Imkerei. Der Imkerei ist bis heute treu geblieben.

32. Annette Ahrends

      Sie hat mit 107 Jahren das biblische Alter weit überschritten. Wie sie ihre Jugend und
     zwei Weltkriege, den Geldwertverfall der Inflation 1923 und entbehrungsreiche Zeiten
     zwischen und nach den Kriegen erlebt hat, davon berichte sie. Auch eisige Winter hat sie
     erlebt, in denen die Inseln durch Eis vom Festland abgetrennt waren. Alles ist uns heute
     unbekannt und kaum vorstellbar.

 

33. Jan de Buhr / Veenhusen
      Er  entstammt einer Seefahrerfamilie. Sein Herz schlägt für die Seefahrt, mit der er sich  
      intensiv befasst. In diesem Film bericht er aus dem Leben von Hemme Janssen, der als
     14 Jähriger die Volkschule verlassen hat, als Schiffsjunge begonnen und seine Laufbahn
     als Seefahrtschuldirektor diverser Seefahrtschulen beendet hat. Eine besondere
     Laufbahn, die große Beachtung und Anerkennung findet.

 

34. Dr. Walter Baumfalk
      Er widmet sich in seiner freien Zeit der bildenden Kunst in Ostfriesland. Eine große
      Sammlung wertvoller Bilder von Künstlern aus der Region befindet sich im

      Landesmuseum in Emden. Einem besonderen Lebensweg hat er sich gewidmet, nämlich
     den der Scherenschnittkünstlerin Anna de Wall aus Großefehn. Wertvolle Literatur und
     Abbildungen zeugen vom Lebenswillen der schwer behinderten Künstlerin.

 

35. Nikolaus Eilers
      Er entstammt einer alten Handwerkerfamilie. Er wurde Mühlenbauer bei der Firma Mönck
      in Großefehn. Lange Jahre gab es dort genug zu tun, doch mit der Elektrizität kam das
      Mühlensterben und das Ende der Müller und Mühlenbauer. Er beschreibt seine Arbeit in
      und an den Mühlen, die oft waghalsig und gefährlich waren aber auch sehr präzise
     Ausführung erforderte bei der Herstellung der Zahnräder. So beschreibt er seine
     Tätigkeiten.

 

36. Reinhard Lühring

      Saatgut für das nächste Jahr wurde früher aus bäuerlichen Gärten selbstverständlich in jedem
      Haushalt zurückgelegt. Das wird im Zeitalter der Hybridsorten oft vergessen. Dadurch
      verschwanden viele gute, alte Sorten. Reinhard Lühring hat den Verlust erkannt, sammelt und
      vermehrt seitdem das was er noch vorgefunden hat und baute sich damit eine Existenz auf. Als
      Fachmann und Gartenliebhaber regt er zum nachahmen an.

 

37. Johannes und Renate Soffner

      Das Leinerstift hat seinen Ursprung durch Johann Heinrich Leiner vor etwa 150 Jahren in
      Großefehn. Das Ehepaar Soffner leitete das Heim über viele Jahre, das seitdem eine sprunghafte
      Entwicklung nahm. Es dient den Kindern, die keine Eltern oder ein schwaches Elternhaus haben,
      um auf den rechten Lebensweg zu kommen. Es hat in ganz Norddeutschland große Anerkennung
      gefunden.

 

38. Johann Dinger

      Johann Dinger, über 100 Jahre alt, hatte durch diverse Krankheiten einen schweren Weg durchs
      Leben. Er wurde Schneider, lange Arbeitstage und geringer Lohn setztem ihm zu, weil er von
      seinen Meistern ausgenutzt wurde. Mit dem Wechsel der Arbeit wurde er körperlich oft
      überfordert. Darum meldete er sich freiwillig zum Militärdienst. Erst als Rentner wurde das Leben
      für ihn lebenswert.

 

39. Willi Jakobs

      Neuharlingersiel, einst das kleinste Dorf Deutschlands hat viel erlebt. Als Fischerei- und
      Fährhafen lebten die Bewohner lange Zeit vom Fang der Fische und anderer Meeresfrüchte.
      Später als die Inseln und die Küstenregion von den Urlaubern entdeckt wurde brachten die das
      Einkommen mit der es sich besser leben ließ. Willi Jakobs fängt nach wie vor Fische und
      Garnelen, was er seinen Gästen auf seinem Fischkutter „Gorch Fock“ gerne zeigt und erklärt.

 

40. Bernhard Wolzen

      Wer wünscht sich nicht die freie Zeit? Doch wenn Kinder und Jugendliche davon zu viel haben,
      können sie in schlechten Umgang geraten. Das hat auch der englische General Barden Powell
      Ende des 19. Jahrhunderts erkannt und die Jugend bei Spiel und Sport beschäftigt. Das führte zur
      Gründung der Pfadfindervereinigung, die weltweit Nachahmer fand. So auch in Friedeburg.
      Bernhard Wolzen war fast sein Leben lang dabei und hat diese Gruppe geleitet.

      Seine spannenden Erlebnisse berichtet er uns in diesem Film.

 

41. Hinrich Trauernicht

      Spetzerfehn liegt zentral in einem ehemals riesigen Moorgebiet zwischen diversen Geestdörfern.
      Lange Zeit war es eine herrenlose wilde Wüstenei, bis der Fiskus den großen Wert darin als
      Brennmaterial erkannte. Doch nur halbherzig ging es ans Werk, bis Friedrich der Große das
      Urbarmachungsedikt erließ. Er brauchte Land für die wachsende Bevölkerung und förderte die
      Nutzung durch Gründung des Fehns. Es wurden Kolonate in Erbpacht vergeben und bald fanden
      sich fleißige Kolonisten, die das Moor in ein idylisches Spetzerfehn verwandelten.

 

42. Hans Jürgen Rieger

      An der Nordseeküste leben die Bewohner seit einigen hundert Jahren mit Landabbrüchen und
      Landgewinnung. Leybuchtpolder ist die letzte Eindeichungsmaßnahme. Erst 1950 wurde der Deich
      geschlossen und etwa 900 ha Meeresboden konnten zu wertvollem Ackerland trocken gelegt werden.

      Etwa 100 Familien fanden eine neue Heimat und Lebensgrundlage.

      H. Jg. Rieger ist einer der Siedler, der uns den Werdegang erklärt und Einblick gewährt wie ein neues
      Dorf entstanden ist.

 

43. Theodor Boekhoff

      In Kloster Muhde an der Ems ist er als Sohn eines Landwirts aufgewachsen. Seine Liebe zu den Tieren
      hat ihn geprägt. Lebhaft erzählt er von Erinnerungen an die Jugendzeit und der zeit als erfolgreicher
      Reiter.

      Sein Berufsweg war praktischer Landwirt sowie die Ackerbauschule Hohenheim. Im Versuchsgut
      Limburger Hof des Chemiekonzerns BASF übernahm er die Leitung mit sehr gutem Erfolg. Als Rentner
      pflegte Theodor Boekhoff die Kontakte zu den Landwirten für den Verein Ostfriesischer
      Stammviehzüchter.

 

44. Heiko Campen

      Vor etwa 1.100 Jahren mussten die Friesen sich gegen eindringende Wikinger wehren. Das erforderte
      einen starken Zusammenhalt was zur Gründung der Theelacht führte. Angespültes und eingedeichtes
      Land wurde an erfolgreiche Bauernkämpfer verteilt. Wo Pachtgelder eingenommen wurden ging es an die
      Theelacht, die zweimal jährlich eine Verteilung an feststehenden Terminen vornahm. Heiko Camper ist
      langjähriger Syndikus dieser Theelacht in Norden, an der nach alter Tradition nur Männer teilnehmen
      dürfen.

 

45. Ludwig Stöhr

      Früher haben die Heringsfischereien an der Nordsee eine große Bedeutung gehabt. Sie waren übermäßig
      erfolgreich und haben innerhalb von 400 Jahren die Nordsee leer gefischt. Ludwig Stöhr war einer der
      Fischer auf den vielen Loggern in Emden und Leer. Sehr anschaulich beschreibt er seine schwere Arbeit
      vom Fang, der Verarbeitung der Heringe bis in die Kantjes, als wären wir selbst dabei gewesen. Heringe
      waren früher das Essen armer Leute. Jetzt sind sie rar und gelten als Delikatesse für volle Geldbeutel.

 

46. Heiko Albers + Adolf Wilken

      Ostfriesland hat zwei starke Feinde, gegen die ein unermüdlicher Kampf geführt wird. Das sind der
      „Blanke Hans“ die Nordsee und das Regenwasser, das aus dem Land entfernt werden muss. Heiko Albers
      ist Obersielrichter vom Entwässerungsverband Moormerland. Er und sein Team sorgen dafür, dass wir

      trockene Füße behalten und unser Land bearbeitet werden kann.

      Der Verband sorgt für das umfangreiche Grabensystem und die Umlage der Kosten an alle Haus- und
      Grundstückseigentümer.

 

47. Pastor i. R. Carl Osterwald

      Die Zeit des Nationalsozialismus hat in Deutschland tiefe Spuren hinterlassen. In Ostfriesland, in
      Engerhafe, wurde ein Konzentrationslager angelegt, in dem in wenigen Monaten viele Häftlinge durch
      unwürdige Behandlung ums Leben kamen. Neben der Kirche erinnert eine Gedenkstätte an das Leiden.

      Herr Osterwald hat die Gräueltaten aufgearbeitet und in unserm Gespräch die Hintergründe beleuchtet, 
      durch die es zur Machtergreifung durch Hitler kommen konnte. Wer als junger Mensch Einblick in die
      Geschichte nehmen möchte, sollte diesen Film unbedingt sehen.

 

48. Paul Zimmer

      Aus Ostpreußen vertrieben, kam er mit seiner Mutter nach Ostfriesland. An einer guten
      Schulbildung mangelte es sehr und eine Lehrstelle war schlecht zu finden. Daher machte er im
      Ruhrgebiet eine Bergmannslehre. Ostfriesland aber war seine neue Heimat geworden, und er
      kehrte zurück. In der Ziegelei Cramer in Midlum, im Rheiderland, fand er einen Arbeitsplatz, dem
      er vom Anlernling bis zum Brennmeister bis zur Betriebsstilllegung treu blieb. Er berichtet uns wie
      aus Schlick, auch Klei genannt, schöne bunte Klinkersteine entstehen. Davon erzählt er auch den  
      Gästen, die ihn im Ziegeleimuseum besuchen.

 

49. Erich Berg

      Mit 14 Jahren aus der Schule entlassen, fand er bei einem Landwirt in der Krummhörn einen
      Arbeitsplatz. Den Umgang mit Pferden hatte er schon als Schüler gelernt. Doch die Arbeit war
      schwer und ermüdend, wenn dem Pferdegespann auf klumpigem Untergrund hinterher gelaufen

      werden musste. Als er alt genug war für den Führerschein, wurde er LKW-Fahrer und bekam

      besseren Lohn. Doch hier drückten ihn schwere Kohlen- oder Getreidesäcke. Er wechselte seinen
      Arbeitsplatz erneut und ging zum Tiefbau, später zu den Frisia- Erdölwerken in Emden. Dort blieb
      er bis zur Rente.

50. Jan und Cora Bültjer

      Der Schiffbau an der Ems hat eine lange Tradition. In Ditzum ist es die Firma Bültjer, die in 5. Generation tätig ist.
      Das alte Handwerk, Holzschiffe zu bauen, wird in Zeiten von Stahl oder Kunststoff kaum noch nachgefragt.
      Bültjer jedoch hält daran fest, renoviert und repariert mit Liebe zum Detail wertvolle Traditionsschiffe.
      Im Gespräch mit Jan und Cora Bültjer erfahren wir Familiäres und die betriebliche Verbundenheit zum
      natürlichen Werkstoff Holz.

 
51. Linchen Albers

      Im Alter von über 100 Jahren ist Linchen Albers noch rüstig und geistig rege. Sie weiß viel zu berichten, doch das
      größte Erlebnis, verbunden mit Angst und Sorge, war die Kapitulation der Stadt Aurich zum Ende des Krieges
      1945. Ihr Mann Hinrich Albers und Friedrich van Senden haben sich in Eigenverantwortung bei Nacht und Nebel
      auf den Weg gemacht, um in Ulbargen, im Quartier des kanadischen Militärs, mit Oberst Robberts die
      Kapitulation Aurichs zu besprechen. In letzter Minute vor dem ausgehandelten Ultimatum kam es zur Einigung,
      durch die die Stadt Aurich vor der sicheren Zerstörung bewahrt werden konnte.

 

52. Helfried Assing

      In Spetzerfehn geboren und aufgewachsen, beschreibt Helfried Assing das Leben auf dem Fehn. Die kleinen
      Kolonate hatten eine Fläche von etwa 2 ha. Sie reichten aus für die Erzeugung der Grundnahrungsmittel und für
      ein paar Tiere. Der Haupterwerb bestand darin, Torf zu graben und an die Käufer auszuliefern. Die schwere
      Arbeit nahmen die Kolonisten in Kauf, denn sie waren selbständig und keine Tagelöhner. Dabei waren die
      Familien recht groß und jedes Kind musste schon früh bei der Arbeit und den Pflichten zupacken.

 

53. Hans Adolf Heyen

      Seine Leidenschaft, die Rundfunk- und Fernsehtechnik, hat ihn von Jugend auf gefesselt. Schließlich machte er
      es zu seinem Beruf. Heyen wurde Funker bei der Station „Norddeich Radio“. Dafür war es erforderlich, eine
      aufwendige Ausbildung zu absolvieren. Er fuhr einige Jahre zur See, bereiste viele Länder und wurde dabei als
      Funker ausgebildet. So war Praxis und Theorie verbunden. Norddeich Radio wurde 1907 von Kaiser Wilhelm II
      gegründet. Fast 100 Jahre wurden die Verbindungen zu den Schiffen auf allen Weltmeeren hergestellt, bis die
      Satelliten diese Funktion übernahmen.

 

54. Manfred Lachmann

       Aufgewachsen in Niederschlesien, erlebte Lachmann die Kriegsjahre mit allen Unannehmlichkeiten und
      schließlich der Flucht aus der Heimat. Nach Ostfriesland kam er in Güterwagen und fand hier ein neues
      Zuhause. Erst jetzt konnte er eine richtige Schule besuchen und einen Beruf erlernen. Er wurde Polizist bis in die
      höhere Laufbahn. Als er in Hamburg die Verstrickungen der Politiker mit dem Rotlichtmilieu aufdeckte, war er
      ungern gesehen und wurde vom Dienst disqualifiziert,

 

55. Bernhard Hinrichs

      Bernhard Hinrichs lebt als Landwirt in Bagband und kennt noch die Zeit, als die Kleinbahn hier im Ort ihren
      Knotenpunkt zwischen Leer und Aurich hatte. Hier wurden auch Vieh und Güter umgeschlagen, ein Geschäft,
      woran sich seine Familie beteiligte, ebenso wie mit einer Gastwirtschaft und einem Lebensmittelhande.
      Daneben führten sie eine kleine Landwirtschaft.

      Vieles hat sich geändert: die Kleinbahn gibt es nicht mehr, der Laden wurde aufgegeben und die Dorfkneipe hat
      nur noch eine geringe Bedeutung. Heute ist eine große Landwirtschaft der Lebensmittelpunkt.

 

56. Georg Murra - Regner

      In Dornum gibt es noch eine Synagoge. Sie ist eine der wenigen Synagogen, die die Pogromnacht der Nazizeit in
      der Nacht 8./ 9. November 1938 überstanden haben.

      Murra - Regner betreut diese Synagoge und gibt interessierten Gästen gerne ausführliche Auskunft über das
      tragische, fremdenfeindliche Verhalten von Personen. Er berichtet über die Wiedereinrichtung der Synagoge und
      erzählt anschaulich über das traditionelle, religiöse Leben der jüdischen Gemeinde.

 

57. Gretchen Neumann und Margaretha Buse

      Sehr amüsant erzählt Gretchen Neumann aus ihrem Leben. In Westgroßefehn geboren, besuchte sie die
      einklassige Schule. Ihr Vater hatte ein Malergeschäft. Leider war er körperlich leicht behindert. Da war es
      verständlich, dass sie ihm oft behilflich war. In den Kriegsjahren wurde sie dienstverpflichtet und kam in den
      Haushalt der schwer behinderten Scherenschnittkünstlerin Anna de Wall aus Mittegroßefehn.
      Ihre Erinnerungen   bestimmen unser heutiges Bild dieser wichtigen Künstlerin.

 

58. Karla Lammers

      Ihre Kinderzeit verbrachte sie in der DDR. Als ihr Vater sich mit den politisschen Vorgaben nicht mehr arrangieren
      konnte, verließ er mit Frau und Kindern die Heimat. Auf Umwegen kam er nach Ostfriesland. Karla fand trotz
      Vorurteilen einen Ausbildungsplatz. Sie lernte fleißig und fand bald ihre Anerkennung als strebsame und
      zuverlässige Mitarbeiterin. Sie behielt ihren Arbeitsplatz für lange Zeit, bis sie eine Familie gründete.

 

59. Jan de Buhr

      Er entstammt einer sehr erfolgreichen Seefahrerfamilie aus Warsingsfehn. Sein Opa und dessen Söhne hatten
      eigene Segler, die auf großer Fahrt den Atlantik überquerten und in Südamerika Frachtgut entlang der Küste
      transportierten. Die Ostfriesen waren als arbeitsam und zuverlässig gerne gesehen. Dadurch kamen sie in
      Argentinien an die Adressen von Rindfleischlieferanten, von denen sie ganze Ladungen kauften und mit einer
      sehr guten Marge in Brasilien und in der Karibik verkaufen konnten. Leider fand das alles ein Ende, als in einer
      neuen Zeit die größeren Motorschiffe die Segler verdrängten.

 

60. Henni Hinrichs

      Nach ihrer Ausbildung zur Gästeführerin hat sie sich der Heimatkunde und der Kirchenführung in Mittegroßefehn
      gewidmet. Mit großer Leidenschaft hat sie das Leben und Wirken von Johann Heinrich Leiner aufgearbeitet und
      in diesem Interview wiedergegeben. Leiner hat als junger Pastor in Mittegroßefehn viel geleistet. Er hat das
      Rettungshaus gegründet, das Armenhaus und auch den Bau der ersten Kirche in Mittegroßefehn durchgesetzt.
      Obwohl er nur 36 Jahre alt wurde, sind seine Erfolge bis heute wirksam und finden über das Leinerstift hinaus
      große Anerkennung.

 

 61. Hermann Heyen

      Der letzte Fischer vom Dollart, das ist Hermann Heyen. Schon als Schuljunge hat er gerne den Unterricht
      versäumt, um im Watt Fische zu fangen. Diese Leidenschaft hat ihn zeitlebens nicht verlassen. Als seine Eltern

      berufsbedingt von Neßmersiel nach Kanalpolder zogen, fand er auch hier gute Bedingungen für seine
      Leidenschaft. Täglich stellte er Reusen auf und konnte so mit dem Fischfang sein Taschengeld und später sein
      Einkommen für seine große Familie aufbessern. Doch auch die winterlichen Gefahren und Todesangst hat er

      erlebt.

 

62. Ingrid Onnen

 

63. Hemme Janssen     Der Kurztext wird nachgeliefert

 

64. Werner Campen     
      Im Alter von 19 Jahren hat er als Müllerwagenkutscher bei der Mühle Onken in Westgroßefehn gearbeitet.

Damals wurden wöchentlich an gleichen Tagen regelmäßig Kundenbelieferungstouren gefahren.

In fast jedem Haus wurden Tiere gehalten. Hühner und Schweine für den Eigenbedarf waren die Regel.
Der wöchentliche Bedarf an Futter wurde eingekauft, bar bezahlt und der Auftrag für die nächste Woche
notiert.

Die Landwirte lieferten Brotroggen zur Mühle, das Roggenschrot wurde an die Bäcker geliefert die dafür
Brot vom Selbstversorgerkonto erhielten.

Schwere Säcke zu schleppen war tägliche Arbeit und auch in der Landwirtschaft war in freier Zeit einiges zu tun.

 

65. Bernhard Hauschild

Bernhard Hauschild wurde Kapitän auf große Fahrt. Seine Schulzeit war geprägt durch Kriegwirren und einen langen Krankenhausaufenthalt.

Sein Wunsch Seemann zu werden wurde von seinem Vater, der selber Seemann war, nicht unterstützt, doch er hielt daran fest. Er befuhr die Weltmeere auf unterschiedlichen Schiffen, und lernte viele Städte und Länder kennen.

In Indien sah er, wie sein Schiff von einigen hundert Menschen mit 8.000 to Eisenerz voll getragen wurde.

Die moderne Navigation machte die Aufgaben an Bord sehr viel leichter aber zuletzt auch langweiliger. So entschloss er sich als Steuermann auf einer Fähre von Emden nach Borkum anzuheuern. Damit war er ständig in seiner Heimat und beendete sein Berufsleben damit bis zur Rente.

66. Gisela Händel

Gisela Händel hatte eine schwere Jugend. Als 10 jähriges Mädchen wurde sie mit ihrer Mutter und zwei jüngeren Geschwistern aus der Heimat vertrieben.

Als sie im entfernten Ostfriesland ankamen, waren sie ungern gesehen. Sie lebten auf engstem Raum in einem fremden Haus. Kaum Brennstoff, keinen Ofen und die Waschgelegenheit unter freiem Himmel.

Sie absolvierte eine notdürftige Grundschule. Danach eine Landfrauenschule.

Dann wurde sie Mutter und Hausfrau. Im Beruf musste sie sich täglich neu bewähren, doch durch eisernen Willen gelang es ihr an diversen Schulen Koch- und Handarbeitsunterricht zu geben. Schließlich wurde sie Beamtin und lehrte noch weit über ihr Rentenalter junge Menschen, weil sie Freude daran hatte.

 

67. Gesine und Hermann Aden

 

68. Sebastian Weber